Intralogistik und Transportlogistik

Inhaltsübersicht

Welche Fragen werden auf dieser Seite geklärt?

  • Welchen Stellenwert hat Telematik in der Logistikoptimierung?
  • Welche Rolle spielt Telematik in der Betrachtung einer Supply Chain?

Intralogistik und Transportlogistik: Der Weg zu einer möglichst Verlust-freien Wertschöpfungskette

2003: 381,9 Mrd. Tonnenkilometer
2013: 459,4 Mrd. Tonnenkilometer
2030: 607 Mrd. Tonnenkilometer
(Angaben: [1])

Innerhalb von zehn Jahren ist die Transportleitung im deutschen Straßengüterverkehr um über 20% gestiegen.

Experten rechnen mit einem weiteren Anstieg bis 2030 auf 607 Mrd. Tonnenkilometer.
Im Güterverkehr misst man die Transportleistung in Zusammenhang der bewegten Masse mit dem zurückgelegten Weg, die Einheit ist Tonnenkilometer.

Die Statistik [1] zeigt, dass die Transportleistung in Deutschland an Bedeutung weiter zunimmt. Da die „Just-In-Sequence“-Produktion schon lange kein Modewort mehr ist, sondern Realität für die meisten Serienproduzenten ist, gilt es umsomehr die logistischen Prozesse entlang der Wertschöpfungskette zu optimieren.

Während in den Produktionshallen die Intra-logistischen Prozesse zunehmend „lean-er“ gestaltet werden, werden ebenfalls die Materialflüsse zwischen Lieferant und Kunde besser abgestimmt.
Was sind die Gründe für ein „Feintuning“ in der Zulieferung von Material vom Hersteller?
Reduktion des Lageraufwandes: Je besser die Abstimmung der Anlieferung von Rohmaterial und Halbzeug an die Intralogistik, desto weniger und kürzer muss zwischengelagert werden. Dadurch entfallen unnötige Lagerkapazitäten. und weitere logistische Aufwände, um Waren aus dem Lager an die Produktion zu liefern.
Flexibilisierung der Produktion: Durch eine flexible Abstimmung zwischen direkter Zulieferung von Rohmaterialien und Halbteilen, können kurzfristige Produktionsschwankungen optimal mit dem Hersteller abgestimmt werden. Dadurch kann man vermeiden, dass „vorbestellte Waren“ auf Grund von Schwankungen im Produktionsprogramm den Materialpuffer erhöhen.
Reduktion von Intralogistischen Vorgängen: Durch eine direkte Belieferung einer Produktionslinie mit dem benötigten Material, können logistische Prozesse im Unternehmen selbst z.B. zur Zwischenlagerung, zur Kommissionierung, usw. reduziert werden. Das bewirkt langfristig die Optimierung der Produktion nicht nur durch eine Kostensenkung, sondern ebenfalls durch eine Vermeidung von Fehlerquellen.

Die vorangehenden Beispiele zeigen, dass gerade die Schnittstelle zwischen Transport-Logistik eines Herstellers und Intra-Logistik des empfangenden Kunden zum kritischen Pfad gehört, ob eine Supply Chain möglichst Verlust-frei arbeitet.

Telematik spielt hier die tragende Rolle: durch Telematiksysteme können quasi in „Real-time“ die nötigen Daten entlang der skizzierten Schnittstelle ausgetauscht werden. Dieser Datenaustausch ermöglicht es, z.B. das aktuelle Produktionsprogramm mit den eintreffenden Waren aus dem „rollenden Lager“ abzugleichen. Nur durch eine intensive Integration der Wertströme von Hersteller und Kunde kann eine moderne Supply Chain aufrechterhalten werden.
Die Integration von Telematik in die Planung (Enterprise Ressource Planning) ist somit ein wesentlicher Faktor, um den Mehrwert von Telematik darzustellen.
(CB, Juli 2015)
[1] http://de.statista.com/statistik/daten/studie/2979/umfrage/entwicklung-der-transportleistung-des-strassengueterverkehrs/, abgerufen am 09.02.2015

About Author