Geschichte/Entwicklung

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Die Wortschöpfung “Telematik” verbindet die Bereiche Telekommunikation und Informatik und bezeichnet Technologien, die sich aus der Datenkommunikation zwischen elektronischen Datenverarbeitungsanlagen ergeben. Der Begriff Telematik wurde 1978 von Simon Nora und Alain Minc in ihrer Studie “L’informatisation de la société” eingeführt. In den 1990iger Jahren ergaben sich durch die weltweite Standardisierung und Kommerzialisierung des Mobilfunks (GSM) völlig neue Möglichkeiten, da nun auch eine Datenkommunikation zwischen Rechnern ohne Festnetzanbindung realisiert werden konnte. Seither wird der Begriff Telematik fast ausschließlich nur dann benutzt, wenn einer der miteinander verbundenen Rechner mobil ist (z.B. in einem Flugzeug oder Kraftfahrzeug) oder zwar ortsfest ist, aber ohne Festnetzanbindung auskommen muss (z.B. die Datenübertragung von einer entlegenen Wettermessstation).
Europaweite Verbreitung fand der Begriff Telematik speziell durch die Forschungsprogramme der Europäischen Union, speziell im 4. Rahmenprogramm 1994-1998, in dem die EU die Entwicklung von Telematikapplikationen stark förderte.

© European Union, 1994 Quelle: CORDIS

Im Laufe der Zeit entwickelte sich die Telematik immer weiter und ist aus dem heutigen Leben nicht mehr wegzudenken. Breite Verwendung findet die Telematik heute in Kombination mit dem Internet. Eines der Haupteinsatzgebiete der Telematik ist das Flottenmanagement, welches große Firmen wie z.B. Speditionen für die Koordination ihrer Fahrzeuge nutzen. Zunehmend verbreitet sich die Telematik weiter in alle weiteren Bereiche des täglichen Lebens. Bildungstelematik zur Absolvierung eines Fernstudiums oder einer Fortbildung sowie Humantelematik/Telemedizin zur Überbrückung der räumlichen Distanzen zwischen Patient und Arzt sind nur einige Beispiele davon.